Gastspiel Schauspielakademie Elfriede Ott
Premiere:  21. September 2016
weitere Vorstellungen:  23., 24., 27., 28. 9. 2016, jeweils 19 Uhr 30 - ACHTUNG: Kartenreservierung bitte ausschließlich über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

HEXENJAGD
von Arthur Miller

Arthur Millers 1953 uraufgeführtes Drama »Hexenjagd« basiert auf schier unglaublichen Ereignissen in der kleinen Stadt Salem im heutigen Massachusetts, wo es 1692 zu einem skandalösen Prozess kam, bei dem unzählige unschuldige Menschen wegen angeblicher Hexerei zum Tode verurteilt wurden.
Anlass für Millers Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel amerikanischer Geschichte war die in den 1950er-Jahren grassierende staatliche Hetzjagd auf "Kommunisten". Auf Basis obstruser Verschwörungstheorien kam es damals fast tagtäglich zu Verleumdung, Denunziation und Bespitzelung. Auch Miller selbst wurde nach der Veröffentlichung seines Stückes polizeilich überwacht. Als er sich weigerte, Menschen, mit denen er Kontakt hatte, als "Kommunisten" zu denunzieren, wurde eine Gefängnisstrafe gegen ihn verhängt. Sie wurde erst 1958 aufgehoben.
Heute, in einer durch politische und ökonomische Entwicklungen emotional stark aufgeheizten gesellschaftlichen Stimmungslage, in der tiefsitzende Ängste und Aggressionen, neue und alte Feindbilder das Bemühen um Sachlichkeit und Vernunft immer mehr in den Hintergrund drängen, gewinnt Millers kluge Analyse der gruppendynamischen Mechanismen von damals erschreckend an Aktualität.


mit Sarah Ebmer, Robert Elsinger, Lilian Gartner, Sophie Gutstein, Claudio Györgyfalvay, Johanna Hainz, Mario Klein, Sonja Kreibich, Aline Kunisch, Yasmin Öztürk, Fiona Ristl, Florian Schwarz, Patrick Sieber, Andras Sosko, Ivana Stojkovic, Sandro Swoboda, Lisa Wentz, Marion Wölfler und Brigitte Karner als Richterin Danforth

Leitung: Peter Gruber / Sigrid Reisenberger

Freitag 30.9. & Samstag 1.10., 20h
Gastspiel ergo arte - Wiederaufnahme wegen des großen Erfolges!

IZANAGI UND IZANAMI

von ERICH FRIED

Das neu entdeckte Hörspiel als Welturaufführung erstmals auf einer Bühne!
 
friedmatineeErich Fried verknüpft den Mythos der beiden Halbgöttern Izanagi und Izanami, durch deren liebende Vereinigung die japanischen Inseln und Japans gesamte Götterwelt entstehen, mit der wunderbaren Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike.  Es entsteht eine Dichtung, deren Sog sich niemand entziehen kann, die berührt in der Tragik der durch den Tod getrennten Liebenden, die berückt durch den Reiz der japanischen Poesie.  (Urheberrechte bei Nachlass Erich Fried - Testamentsvollstrecker RA Kurt Groenewold)
 

 
 
 Mit Elsa Schwaiger, David Czifer, Max Mayerhofer
Regie: Peter Pausz

Kulturherbst Neubau
6.,7.,8. Oktober, 20h

SAID UND DER PAPST

„Hoffnungsträger sind sie beide, Said und der Papst“. Eine junge Schauspieltruppe phantasiert mit Christa Melchingers Text über das Glück, von Syrien nach Österreich geflohen zu sein und dass Gott wahrscheinlich nicht katholisch ist. Und sie schlägt nach bei Shakespeare: ein einziges von seiner Hand erhaltenes Manuskript gibt es, wo Thomas Morus (der Autor von UTOPIA) gegen den Londoner Mob wettert. Schon vor über 400 Jahren gab es ein Problem mit zugewanderten französischen Hugenotten: „Imagine that you see the wretched strangers…“

Mit Paul Graf, Shirina Granmayeh, Lisa Furtner, Henrietta Rauth, Julia Sailer, Johannes Sautner

Inszenierung: Matti Melchinger

Assistenz: Florian Eder

Eintritt frei! Zählkartenreservierung möglich.
 

Eigenproduktion

Donnerstag 27. Oktober (Premiere)
Vorstellungen 28.,29. Oktober, 3. bis 5. November,
und 8. bis 26. November, Dienstag bis Samstag, jeweils 19.30h

EINE BLASSBLAUE FRAUENSCHRIFT
von Franz Werfel