DAS WAR DIE SAISON 2005/06

HOFFEST WOLKE 7, 10. September 14 h bis 19 h

SEMINAR PÄDAGOGISCHES INSTITUT DES BUNDES 28. September

Gastspiel 11. bis 15. Oktober 20 h
LEONCE UND LENA work in progress
von Georg Büchner

Georg Büchners "Leonce und Lena" mit Jugendlichen zwischen 16 und 22 Jahren auf die Bühne zu Leonce_Lena_wpbringen dieser Herausforderung stellt sich Thomas Declaude, Schauspieler und Regisseur ("theaterreisen") in einem Projekt von wienXtra/Jugend in Wien:

"Prozesshaftes Arbeiten steht im Vordergrund, wie in einem Orchester sollen die TeilnehmerInnen ihre Position, damit auch ihre Rolle in Eigenverantwortung und der Gemeinschaft gegenüber wahrnehmen Theaterarbeit ist Lebensarbeit", so beschreibt Declaude seinen Ansatz. Unterstützt wird er dabei von dem australischen Multi Instrumentalisten Carl Panuzzo und der Bühnen und Kostümbildnerin Anna Pollack.

Inszenierung: Thomas Declaude
Musik: Carl Panuzzo
Ausstattung Anna Pollack
Veranstalter: wienXtra/Jugend in Wien

Gastspiel IGS
Donnerstag, 20. Oktober, 19 h

WIR SIND ZEITZEUGINNEN
Die Grünen SeniorInnen wollen im Gedenkjahr mit den hier präsentiereten "Fragmenten ihrer Lebensgeschichten" in Lesungen, Videobeiträgen und einem moderierten Publikumsgespräch Mut machen, daran zu glauben, dass es sich lohnt, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen.

Eintritt frei!

Gastspiel
Freitag, 21. & Samstag 22. Oktober, 16 h/19.30 h

ART & CREATIVITY
Ein multimediales Kunst- und Kulturspektakel des Wiener Kulturservice und der SPW Neubau.

Mit LADIES NIGHT SUMMERSPECIAL (Eva D., Susanne Draxler, Christina Förster, Ingeborg Schwab und als Special guest Herbert Tampier).

Aller_tage_abendEigenproduktion/Literaturmatinée
Sonntag, 30. Oktober 12 h
(Frühstück ab 11h möglich, bitte reservieren!)

ALLER TAGE ABEND
Aus der Autobiographie von Fritz Kortner

„Für Ihren Bart brauch ma' a scharf's Messa", sagte mir einmal ein Wiener Raseur, mit deutlichem Vorwurf gegen meine harten Barthaare. .. der Typus des Raseurs, dem sein abgestumpftes Messer kein Schuldgefühl einflößt, sondern der dem Bart des Kunden die Verantwortung zuschiebt, erscheint mir typisch für die so schwer fassliche Erscheinung des Wieners in dieser an sich schon schwer zu begreifenden Welt

Mit Nicole Metzger und Harald Ruppert

Zusammenstellung & Moderation: Gerhard Werdeker

Eigenproduktion
8. November (Premiere)
& 9. November bis 3. Dezember,
jeweils Dienstag bis Samstag, 20 h

DONAUWELLEN
von Fritz Kortner

Zum Abschluss des Gedenkjahres 2005 zeigen wir eine selten gespielte Charakterkomödie des legendären österreichischen Schauspielers und Regisseurs Fritz Kortner, die unmittelbar nach Kriegsende entstanden ist:

Wien im April/Mai 1945. Der Friseur Alois Duffeck sitzt in seinem "arisierten" Frisiersalon und fürchtet sich vor den Russen, vor den Amerikanern, vor den Deutschen, vor dem Kriegsende und der Zonenaufteilung durch die Aliierten. Jedem Herren will er dienen und vor allem sein Geschäft behalten, das er womöglich den jüdischen Besitzern zurückgeben muss. Duffeck ist ein typisch wienerischer Charakter, ein Gegen Bockerer: wendig und wandelbar, verschmitzt und feige, verbindlich und gefährlich, Herr Alois als ein anderer Herr Karl: „Was ich mitmach wegen dem bisserl Mitmachen!"

mit Tristan Jorde, Nicole Metzger, Anna Nowak, Stefan Pohl, Hans Raifseis, Harald Ruppert, Markus Weiss, Vitus Wieser
Inszenierung & Raum: Harald Ruppert
Kostüme: Martina Berger

KRITIKEN

"Mit Witz und Fantasie spielt Tristan Jorde den egoistischen Mitläufer Duffek, der die Kunst der individuellen Anpassung perfekt beherrscht. Harald Rupperts Inszenierung der "Donauwellen" lebt vom Text des berühmten Schauspielers und Regisseurs Fritz Kortner, der in seinen Exiljahren einige Stücke und Drehbücher geschrieben hat. Kortners Formulierungen verleihen dem Stück die nötige satirische Würze. Auch das Regiekonzept ist durchdacht (...)"
WIENER ZEITUNG 11.11.2005

"1946 schrieb der exilierte Fritz Kortner sein nachmals unter dem Titel „Donauwellen" bekannt gewordenes Stück, in dem er seinen österreichischen Landsleuten eine Ferndiagnose stellt, wie man sie vor Ort nicht treffender hätte finden können. Die Gesinnungen seiner wenig sympathischen Protagonisten – allen voran der Friseur Duffek – sind nach Kriegsende so rasch wandelbar wie Donauwellen. Kein Wunder, dass sich der Autor damit wenig Freunde geschaffen hat und das Stück erstmals 1987 im Rahmen der Wiener Festwochen in unseren Breiten aufgeführt wurde – seither ist es dann allerdings wieder in der Versenkung verschwunden und erlebt nun im Spielraum sozusagen seine zweite Premiere.

Wie ist der skandalöse Inhalt beschafften? Nach Kriegsende wird dem professionellen Rasier und Frisiermeister Duffek selber das Messer an die Kehle gesetzt: im Zuge der Arisierung ist er billig zu seinem Laden gekommen und fürchtet nun, das Geschäft oder sogar sein Leben zu verlieren.

Aber Kortner gibt sich nicht mit platten Bloßstellungen der „einfachen" Nazis zufrieden, sondern zeigt auf, dass gerade die Siegermächte durch ihre vorherige „fast komplicenhafte Duldung des hitlerischen Aufstiegs" zur katastrophalen Entwicklung der Lage beigetragen haben; und nun versucht jeder von ihnen, sich sein Teil vom ehemals braunen Kuchen abzuschneiden.

Regisseur Harald Ruppert erzielt mit seinem kargen Raumkonzept – 2 rosa Sessel und 1 drehbarer Friseurstuhl genügen – eine denkbar große Wirkung. Tristan Jorde porträtiert den Haarkünstler auf hinreißend volksnah wahre Weise und auch das übrige Ensemble kann sich sehen lassen. Besonders erwähnenswert ist zum Beispiel Nicole Metzger: in ihrer Rolle als Baronesse verfügt sie über einen äußerst wendigen Hals und hat obendrein die richtige Kleidung zum passenden Anlass – geziert mit den gerade gefragten Emblemen.

franco schedl www.events.at

Gastspiel/Literaturmatinée
Sonntag 13. November, 12 h (Frühstück ab 11 h, bitte reservieren!)

DER LIEBE AUGUSTIN EIN WIENER WIE WIR?
Ein Mythos abseits von Wienerliedfolklore.

Zwei Theaterwissenschafterinnen bereiten die Geschichte von Aussenseitern, die wider alle Wahrscheinlichkeit überleben, auf. Dr. Ruth Aspöck spricht über nicht gebürtige Wiener,

Dr. Ingeborg Reisner über Stella Kadmons Kabarett "Der liebe Augustin".

Ein Sackpfeifer spielt auf! Die Matinée soll auf die AUGUSTIN TAGE im Mai 2006 vorbereiten.

SPIELRAUM GALERIE

„poetic movements" - Sonntag, 16. November, 16 h – Eintritt frei!
Kaarina Kunst – Objekte
Alauda Roth – Text

Lyrische Performance Gabi, Kristine, Erwin

Ausstellung 8. November bis 3. Dezember, jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

WORKSHOP ATEM-BEWEGUNG-STIMME Prof. Ellen Müller-Preis

28. November bis 3. Dezember

WEIHNACHTSFEIER DES KAISERSTRASSENVEREINS 6. Dezember

Flohmarkt/Film
Samstag, 10. Dezember 16h/20

KOSTÜM /REQUISITENFLOHMARKT 16 h bis 20 h

Wir brauchen Platz und trennen uns von liebwerten Einzelstücken mit Geschichte!

Skurriles zu günstigen Preisen!

DIE VIER IM JEEP (Video/Interview Leopold Lindtberg) 20 h

Dieser Film über Koexistenz, über den Sieg der Menschlichkeit über Nationalitäts und Ideologieunterschiede hat viel Ärger verursacht. ... [N]ichts lag mir ferner, als ein parteilisches oder gar gehässiges Bild der dargestellten Situation zu zeichnen. Am richtigsten wurde der Film dort verstanden, wo man auch die ihm innewohnende Komödienqualität verstand."

Leopold Lindtberg

Eintritt frei!

Eigenproduktion

UHU, ERIKA & WEITER - Kurzversion 19. Dezember, 17,30 h

Station von ALLES GUTE. EIN UMGANG.

Gastspiel Schauspielschule Krauss
18. bis 21. Jänner, 20 h

BLAUBART HOFFNUNG DER FRAUEN

Von Dea Loher

gespielt von Schauspielschülern des dritten Jahrgangs der Schauspielschule Krauss.

mit Julian Friedrichs, Veronika Schmidinger, Elisabeth Pink, Jennifer Newrkla, Iris Stromberger

Regie: Ludwig Kaschke

Gastspiel/CD-Präsentation

31. Jänner 19.30 h

Die erste Hörbuchproduktion von Lasslrecords! www.lasslrecords.com. Es erwartet Sie ein orientalischer Zauber mit Buffet und Livekostproben in Wort und Klang aus "Der Prophet" von Khalil Gibran.

Stimme, Übersetzung, Bearbeitung: Maria Lassl

Musik: Christian Dangl

Ehrenschutz: Bezirksvorsteherstv. Madeleine Reiser, Mag. art. Dietmar Johannes Traum

EigenproduktionLeonce_Lena_1
Montag, 6. Februar (Premiere) bis 4. März 06, Dienstag bis Samstag, 20 h

LEONCE UND LENA

Ein Lustspiel von Georg Büchner

"Halt, pfui, der freie Wille steht da vorn ganz offen " Leonce vom Reiche Popo und Lena vom Reiche Pipi, einander gegen ihren Willen zur Ehe versprochen, begegnen einander in der Fremde und kehren als vermeintliche "lebende Automaten" in einer Utopie der Liebe an den Hof König Peters zurück, der sich seinerseits krampfhaft an sein Volk zu erinnern zwingt: "Der Mensch muss denken, und ich muss für meine Untertanen denken, denn sie denken nicht, sie denken nicht!"Leonce_Lena_2

mit Andreas Bettinger, Michael Born, Tristan Jorde, Astrid Lamprecht, Leila Müller, Andreas Semprich, Michael Schuberth, Abraham Thill
Inszenierung: Leo Krischke
Bühne und Kostüm: Anna Pollack
Assistenz: Andra Krause, Anna Miriam Jussel

Kritiken:

(...)Leo Krischke erzählt in seiner Version vor allem von der Flucht der Königskinder, die nicht akzeptieren wollen, dass andere aus gesellschaftlichem Zwang über ihr Leben entscheiden. Krischke findet gemeinsam mit Anna Pollack (Bühne und Kostüme) schaurig schöne Bilder für Daseinsleere und Verlorenheit der jungen Generation. Seine Inszenierung hat Temperament und Dynamik, das Ensemble absolut präsent. Zwei Stunden voll Intensität! Theater, das fesselt und in einigen Momenten sogar archaische Wucht zeigt."
Kronen Zeitung 12.2.06, Florian Krenstetter

"(...)Die Spielfläche im „Spielraum" beschränkt sich nämlich auf einen schmalen Streifen, der den Raum in seiner ganzen Länge durchquert und zu vielfältigen Deutungen Anlass bietet: Ist es ein Laufsteg, auf dem die Figuren ihre dürftigen Schicksalskollektionen zu Schau stellen (und König Peter vom Reiche Popo versucht, mit modischer Raffinesse seine geistige Dürftigkeit zu kaschieren); ist es eine Start und Landebahn, die auf Grund ihrer Schmalheit zu Abstürzen herausfordert; oder haben wir es mit einem Förderband zu tun, das all jene „Menschen" genannten Automaten an uns vorübertransportiert? Wie dem auch sei – und ein bisschen steckt sicher von allem darin –, das Konzept überzeugt auf den ersten Blick und die zweifellos eingeschränkte Bewegungsfreiheit der Protagonisten wird durch ein viel konzentrierteres Spiel wieder wett gemacht. Regisseur Krischke versteht es überhaupt, die vielfältigen Talente seiner Darsteller geschickt einzusetzen: so darf Tristan Jorde als schwachköpfiges Landesoberhaupt einer Geige ganz passable Töne entlocken, der Höfling Abraham Thill verwendet seine Ausbildung zum professionellen Diabolo Jongleur zu einem beeidruckenden Zwischenspiel im Dunklen, und die beiden Hauptdarsteller Michael Born (Leonce) / Andreas Semprich (Valerio) veranstalten mit turnerischem Draufgängertum ein Muskelbiegen, das jeden Augenblick im Knochenbrechen enden könnte, um den Kapriolen, die der Text unaufhörlich schlägt, auch körperlich gerecht zu werden. Aber auch schauspielerisch lassen die acht Ensemblemitglieder nichts zu wünschen übrig: als titelgebendes Paar durchleben Born und Leila Müller eine tragikomische Romanze und kosten die poetischen Momente voll aus; Semprich kommt als rebellischer Kraft Mensch aus dem Untergrund für ein ebenso kraftvolles Spiel an die Oberfläche, und Tristan Jorde gewinnt dem alten Stereotyp eines degenerierten Machthabers neue Seiten ab. Und obwohl die Höflinge als in Zwangsjacken steckende Kugelköpfe mit meterlangen Ziegenbärten auftreten, hat diese Inszenierung weder einen Bart noch etwas Gezwungenes an sich, sondern kommt mit ungestümer Vehemenz daher, wie es sich für das Werk eines jungverstorbenen Dichters gehört."

www.events.at (franco schedl)Leonce_Lena_3

(...)In der Inszenierung von Leo Krischke (...) wird deutlich, was der Autor Georg Büchner beabsichtigt hat: Scharfe Kritik an den herrschenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Dementsprechend hat Krischke den Valerio (...) als wüsten Terroristen auf den Laufsteg gestellt (...) Was an dem Stück so fasziniert ist seine beunruhigende Undurchschaubarkeit, seine schillernde Vielschichtigkeit.
Neue Illustrierte Welt www.neuewelt.at (Ditta Rudle)

VERNISSAGE Stanislav Wlodyka 11. Februar

Eigenproduktion/Literaturmatinée 19. Februar, 12 h
FRIEDE DEN HÜTTEN! KRIEG DEN PALÄSTEN!
Aus dem "Hessischen Landboten" und Dokumenten von und über Georg Büchner

mit Astrid Lamprecht und Michael Schuberth
Zusammenstellung: Gerhard Werdeker

Gastspiel/Kooperation
Internationales Künstlerinnenfestival

HER POSITION IN TRANSITION
Neubau goes Kosmos
Veranstalterin: verein link.* (TrägerInnenverein Kosmos Theater)
8. März 20.30 h, 9. und 10. März, 19.30 h
IMAGEM/MASSA DE SENTIDO
Marcela Levi (Brasilien) Tanzperformance im Studio (20 + 20 min)

IMAGEM: entstand in Zusammenarbeit mit der Fotografin Claudia Garcia. Es ist ein Spiel mit einem (Frauen )Körper und zwei Kleidungsstücken (Shorts und Bluse), ein Spiel und Bild und Sinneswahrnehmung von Geschlecht und weiblicher Sexualität. Das Publikum sieht die Performance und beobachtet dabei sich selbst.

MASSA DE SENTIDOS (Eine Frage der Sinne): In ihrem neuesten Werk stellt Marcela Levi wieder den (Frauen )Körper in den Mittelpunkt. Dazu kommen: rot gefärbter Brotteig, Kaugummi und russische Puppen.

11., 14. & 15. März, 19 h/21 h
UMBRAL/SCHWELLE
von und mit Cristina Castrillo/Teatro delle Radici (Argentina/Schweiz)

ca. 80 min; in spanischer und englischer Sprache,19 h

Seit über dreißig Jahren widmet sich die in der Schweiz lebende argentinische Schauspielerin und Regisseurin Cristina Castrillo der Theaterkunst, von der Gründung des Teatro Libre, einer der bekanntesten Gruppen Lateinamerikas, bis zum Teatro delle Radici in der Schweiz. "Umbral" ist eine körperliche, verbale, emotionelle Reise des Nachdenkens über den künstlerischen Weg.

MEMORIA
Tanztheater von Melina Seldes (Argentina). ca.45 min, 21 h

Mit Eugenie Rebetetz (CH), Danielle E.S. Brown (U.S.A.), Michael I. Warren (GB)

Drei junge PerformerInnen setzen sich mit den Erinnerungen der Großmütter, der "Abuelas de Plaza Mayo" an ihre während der argentinischen Militärdiktatur verschleppten Kinder und Enkel auseinander. Melina Seldes glaubt nicht an die Macht der Schuld, sondern an die Kraft der Erinnerung. Und daran, dass ein starker Geist einen schwachen Körper zum Kampf gegen Ungerechtigkeit bewegen kann.

Gastspiel/Wiederaufnahme Schauspielschule Krauss
24. und 25. März, 20 h

BLAUBART HOFFNUNG DER FRAUEN
Von Dea Loher

Eigenproduktion Theater SPIELRAUM
20. April bis 13. Mai,
täglich außer Sonntag und Montag, 20 h

SCHLOSS GRIPSHOLM
von Kurt Tucholsky

mit Monika Haberfellner, Eszter Hollosi, Michael Schefts, Michael Schuberth

Dramatisierung und Regie: Gerhard Werdeker
Kostüme und Raum: Anna Pollack

KRITIKEN:
Die Wiener Zeitung mag zwar Tucholskys Roman nicht (was wir nicht verstehen können!), aber befindet "Umso beachtlicher ist daher die Leistung des Ensembles, dem mit Ironie und Talent eine gute Inszenierung gelang." (22.4.06, Mathé)

Franco Schedl schreibt: "Der Sommer hat bereits Einzug gehalten zumindest innerhalb des SPIELRAUM, wo ja seit jeher das Mögliche höher als das Wirkliche geschätzt wird. [...] Regisseur Gerhard Werdeker [...] wählt eine kluge Lösung, um das vom Herrn vieler Pseudonyme mit leichter Hand in schwerer Zeit geschriebene Werk für sein Haus zu adaptieren. In einem Vorspiel auf dem Theater treffen die vier Darsteller zusammen: Sie beschließen, "Schloss Gripsholm" aufzuführen und gleiten unvermittelt von einer Leseprobe in die Spielhandlung hinüber, wobei Michael Schefts und Eszter Hollosi ihren Rollen als scheinbares Tucholsky Double und seine "Prinzessin" Lydia die ganze Zeit über treu bleiben, während Monika Haberfellner und Michael Schuberth zumeist aus dem Hintergrund Erzählstimmen repräsentieren und gelegentlich den gerade erforderlichen Figuren eine schnell wandelbare Präsenz verleihen." www.events.at

Gastspiel KULTimPORT/im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen
nur 18., 19., 20. Mai, 20 h

LOVE LETTERS & MEM Û ZIN archiv_2005_2006_htm_m206ca03a

Zwei Kulturen befassen sich mit dem Thema Liebe: In "Love Letters" von A.R. Gurney schreiben einander eine Frau und ein Mann, zwei gutbürgerliche Königskinder aus den USA des 20. Jahrhunderts, ihr Leben lang Briefe ein Wechselbad der Gefühle und ein klarer Blick auf amerikanische Geschlechterverhältnisse.

"Mem u Zin" von Ümit Elci und Hamaza Özbal ist ein Märchen von zwei Liebenden, die nicht zueinander können und verkörpert die Geschichte vom Land und Volk der Kurden. Die Liebe von Mem und Zin kann durch Haß oder Intrigen der Herrschenden nicht zerstört werden, die Liebe siegt auch über den Tod.

Aus diesen kontrastierenden Programmen haben Susanne Draxler und Sibel Öksüz ein gemeinsames Projekt gestaltet, wo Schauspiel auf der einen, Gesang und Musik auf der anderen Seite, miteinander in Beziehung gesetzt werden.

mit Sengül Cinkilic, Karin Resch, Hasan Öksüz, Özden Öksüz, Herbert Tampier, Metin Yilmaz
Regie/Konzept: Susanne Draxler, Sibel Öksüz

Eintritt frei!

Eigenproduktion/Literaturmatinée
Sonntag, 21. Mai, 12 h (Frühstück ab 11 h möglich, bitte reservieren!)

DER SPIEGEL KANN NICHTS DAFÜR
Kurt Tucholsky in Briefen und Texten

Kurt Tucholsky (1890 1935), Journalist, Satiriker, Essayist, Erzähler, Literatur und Theaterkritiker, Chansonschreiber der Weimarer Republik, war "menschenmüde" angesichts des aufsteigenden Nationalsozialismus, er schrieb unzählige Briefe an seine Frau Mary, ("Unser ungelebtes Leben"), war überzeugter Europäer und Kriegsgegner ("Soldaten sind Mörder") und sagte von sich selbst, er habe zwar Erfolg, aber keinerlei Wirkung:

"Der Spiegel kann nichts dafür, wenn er der Jungfrau anzeigt, dass sie schwanger ist."

Es liest Nicole Metzger

Gastspiel
24. Mai & 22. Juni, 20 h

LOVE LETTERS von A.R. Gurney

"Ich schenke mich Dir aus der Ferne. Du kannst mich zerreißen und wegwerfen, oder mich behalten archiv_2005_2006_htm_mee5f418und lesen heute, morgen wann immer Du willst..." Die sich hier schreiben, heißen Andy und Melissa zwei gutbürgerliche Königskinder aus dem Amerika des 20. Jahrhunderts.

Die Spur ihrer Briefe reicht von den ersten Zettelchen, die sie sich vor dem 2. Weltkrieg unter der Schulbank zustecken, bis in die Zeit der Anrufbeantworter. Ihr nachzugehen bedeutet für Schauspieler und Zuschauer, sich ein Wechselbad der Gefühle zu gönnen und einen überaus klaren Blick auf die Geschlechterverhältnisse in den U.S.A. zu werfen.

mit Karin Resch und Herbert Tampier
Regie: Susanne Draxler

Gastspiel/Filmvorführung
Freitag, 26. Mai, 20 h

LETZTE WOHNADRESSE SCHOTTENFELDGASSE 60
Film von Sonja Buch, Thomas Rennert, Lukas Meissel A 2005, MiniDV, 58:30 min

In der Schottenfeldgasse 60 gab es bis zum Novemberpogrom 1938 ein jüdisches Gebetshaus. Nach mehreren Anläufen seit 1988 wurde durch Privatinitiativen endlich eine Gedenktafel angebracht, um der Opfer zu gedenken und die Geschichte des Hauses nicht zu vergessen. Wir befragten PassantInnen, HausbesorgerInnen und die InitiatorInnen dieses Denkmals. (Sonja Buch)

Eintritt frei, Spenden willkommen!

Gastspiel
Dienstag, 30. Mai, 19.30 h

LIEDERLICHE TEXTE
Danièle Lipp singt Liederliche Texte von Anselm Eder, wobei letzterer sie auch noch begleitet.

Über die Lieder, und was uns der Dichter damit sagen will:
Im tiefsten Dunkel des Daseins strahlt ein helles Licht, und dieses sieht man nicht, sonst wäre es nämlich nicht dunkel. Auch sonst informieren diese Texte über die vielen tiefen Fragen des Daseins, die Sie noch nie gestellt haben und auch gar nicht beantwortet haben wollen. Es handelt sich also um Lieder, die in einem euphemistisch heterograden Sinn politisch sind, insoweit nämlich, als das immanent transzendentale der implizit komplexen strukturierenden Essenz in einem technokratisch hypostasierten Seinsgedanken exemplifiziert erscheint.

Wenn Sie sich jetzt schon nicht auskennen, dann sollten Sie erst mal diese Lieder hören.

Gastspiel
DIVERSITÄT NUTZEN
Konzert, 2. Juni, 19 h

Gastspiel 7sinners/Michael Schuberth
MIRANDOLINA 10. Juni, 20.30 h

Gastspiel Tanzwerkstatt Wien
Samstag, 17. & Sonntag, 18. Juni, 20 h

VIVALDI/IRGENDHEIMSEIN
Tanzwerkstatt/Compagnie Quivive

Künstlerische Leitung: Sabine Wagner & Laurent Ziegler, Tanzwerkstatt Wien

WIENER FERIENSPIEL
7. Juli, 10 h mit Beate Stern